Assam Projekt – wundervoller Bio Assam Tee

Ich habe einen ausgezeichneten Bio Assam Tee von Assam Projekt zum Probieren und Vorstellen bekommen. Ich bin sehr froh darüber, denn endlich habe ich meine Liebe zum Tee wiederentdeckt.

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Die Qualität des Bio Assam Tees ist vorzüglich und die Klassifizierung FTGFOP1 klingt abenteuerlich.

Auszug Assam Projekt
„Um die Abkürzung FTGFOP1 (Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe 1) besser verstehen zu können, werden im Folgenden die Buchstaben einzeln erklärt. FOP1 steht für die Blattqualität. Pekoe bedeutet weiß und steht für den zarten Flaum auf der Unterseite junger Triebe. Orange ist auf das niederländische Königshaus zurückzuführen (oranje). Steht vor dem OP ein F (Flowery), ist dies ein Hinweis darauf, dass zarte Blattknospen im Tee vorhanden sind. Die 1 hinter der Abkürzung wird verwendet um hervorzuheben, dass es sich um die höchste Qualität bei den Blättern handelt. FTG, also Finest Tippy Golden, weißt auf die hohe Anzahl an feiner, heller Spitzen (goldenen Tips) hin. Diese veredeln den Tee und geben ihm seinen unvergesslichen Geschmack. In ihnen befinden sich weniger Gerbstoffe, weshalb sie sich bei der Fermentierung nicht so dunkel färben.“

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Ich habe mir den Tee angesehen und es gibt tatsächlich viele goldene Tips. Ich muss aber ehrlich gestehen, bis heute habe ich überhaupt nichts über deren Existenz gewusst. Um dem Tee aber würdig zu begegnen, habe ich mir einige Websites zum Thema Tee durchgelesen.

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Was euch wohl aber am meisten interessiert, ist der Duft und der Geschmack 🙂
Herrlich schmeckt er, fein und wahnsinnig fruchtig nach kandiertem Pfirsich, was durch Zugabe von Zucker noch verstärkt wird. Auch der Geruch erinnert stark an weiße Weinbergpfirsiche ohne den typischen Schwarzteecharakter zu verlieren. Er ist gar nicht bitter und sehr fein im Geschmack.

Für den perfekten Genuss empfehle ich euch die Teebeutel von Lebensbaum, vollkommen frei von Chemikalien und umweltfreundlich produziert.

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Zeit für Tee
Nehmt euch ruhig mal die Zeit und erkundet eure Lebensmittel genauer, z. B. solltet ihr versuchen den frisch aufgebrühten Tee geruchlich in einzelne Komponenten zu zerlegen. Es ist sogar so, dass der Assam vom Aufbrühen bis er fertig gezogen ist immer mal den Duft verändert und noch einmal, wenn Milch und Zucker dazu kommen.

Aroma
Dunkler Kandis/Rohrzucker, Malz, Pfirsich, leichte Gerbstoffe, zarter Blütenduft und eine milde Säure, die aber nur vom Geruch her vorhanden ist. Ein wenig erinnert der Assam an Rotbuschtee

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Viele Jahre habe ich keinen Tee mehr so gerne getrunken und ich dachte ich bin einfach kein Teetrinker mehr. Aber dieses besonders feine und leckere Aroma des Assam hat es mir angetan. In dieser Woche habe ich drei Becher pro Tag getrunken, mit etwas Kaffeemilch und viel Rohrohrzucker. Ehrlich, viel Zucker hebt das Aroma gewaltig.

Hintergrund
Assam Projekt vertreibt im Internet, auf eine kluge Art, hervorragenden Bio Assam Tee, zu günstigen Preisen, weil ohne Zwischenhandel ein großer Teil der Kosten entfallen. Der Assam Projekt Tee ist gar nicht teuer und das bei dieser ausgezeichneten Qualität. Genau darum ging es bei der Geschäftsgründung auch, erstklassigen Tee, biologischer und nachhaltiger Anbau, plus faire Bezahlung und langfristige Abnahmegarantie.

Möglich wird das nur beim Direktverkauf, durch gute Partner. Assam Projekt kauft die „Second Flush“ Ernte direkt von den Produzenten und vertreibt den feinen Assam Tee über das Internet, direkt an die Endverbraucher. Second Flush bedeutet zweite Ernte innerhalb einer Wachstumsperiode.

„Beim Assam Tee gilt die zweite Ernte im Jahr (second flush) als diejenige von höchster Qualität. Hier entfaltet sich das typisch kräftige Aroma am besten.“

Ich muss euch ehrlich sagen, dass ich es bei Produkten, wo gewöhnlich eine gewaltig große Industrie hinter steht, sehr viel besser finde wenn Erzeuger einen deutlich besseren Preis kriegen und der Zwischenhandel beseitigt wird. Es muss nicht immer ein Aufkäufer, Verarbeiter, Verpacker, Großhandel und Supermarkt sein. Die Kunden sollten sich lieber mal auf die Suche machen und Direktvertrieb-Shops entdecken, so fördert man oftmals eine wirklich gute Sache in ganz armen Regionen unserer Welt.

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Unschöne Wahrheit
Bei Assam Tee wurde in den letzten Jahren extrem viel geschummelt, denn die großen Teemarken haben viel Tee zusammengekauft, miteinander gemischt und unter dem Namen Assam verkauft. Mangelnde Kontrollen oder wenig Anstand aller Beteiligten, haben das an sich illegale Geschäft ermöglicht. Ich finde das zumindest illegal und ich bin mir ziemlich sicher, dass alle Kunden das so sehen, aber da es keine geschützte Ursprungsbezeichnung für Assam Tee gibt, wurde für die Industrie die Region Assam in Indien einfach stark „vergrößert“. Es verkauft sich einfach besser. Genau das Gleiche wie mit Salz aus dem Himalaja, was es gar nicht gibt, es kommt nämlich aus Pakistan oder mit der Alpenmilch, von Kühen aus ziemlich platten Landen. Dieses leider alltägliche Procedere verabscheue ich und ich bin sehr froh, dass die meisten Bio Firmen mehr Anstand haben, als die konventionellen Firmen.

Anders das Assam Projekt
2008 führte das Teaboard of India das Assam Orthodox Logo ein und gibt den Kunden so Gewissheit, dass dieser Tee tatsächlich aus der Assam Region stammt. Die Tee Verpackung von Assam Projekt zeigt dieses kleine rote Logo „Assam Orthodox“. Gewachsen und geerntet in Assam. Die Aussagekraft, bzw die Seriosität des Siegels, ist vergleichbar mit dem EU Bio-Siegel.

Nachhaltigkeit beim Assam Projekt
„Um die Natur möglichst wenig zu belasten, wird beispielsweise der schwarze Tee auf dem Seeweg und nicht im Flugzeug transportiert. Unsere Verpackungen bestehen zu 100% aus Kraftpapier und selbst die Etiketten werden aus Papier und nicht aus Kunststoff hergestellt. Auch das Abpacken in großen Mengen schont Ressourcen und trägt zur Nachhaltigkeit bei.“

Aufbewahrung
Die Verpackung eignet sich übrigens auch zum Verbleib des Tees, bis er aufgebraucht ist. Wer ihn dennoch umfüllen möchte, sollte ein luftdichtes, geruchloses und sauberes Gefäß auswählen.

(Kleine Anmerkung für Tee in Aufgussbeuteln, ich würde es gar nicht empfehlen, ihn in diese Teeboxen zu legen, wo mehrere Sorten zusammen lagern, denn die Aromen mischen sich und jeder Tee verliert seinen arttypischen Charakter. Dass wäre doch sehr schade.)

Eine gute Sache
„Unser Tee wird in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Berlin (Stephanus Werkstätten) abgepackt und von dort aus direkt an Sie versandt.“

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Ich bin jetzt schon traurig, wenn der Tee aufgebraucht ist, aber ich weiß ja wo ich ihn bestellen kann und das solltet ihr auch tun. Er ist von bester Qualität, unterstützt die Produzenten und ist trotzdem günstig. Toll!

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2 Kommentare:

  1. Ja, wirklich ein sehr guter Tee und ein „Projekt“, das man ruhigen Gewissens unterstützen kann. Man muss vor allem bei Assam Tees wirklich ganz genau gucken, welche Qualität einem da untergeschoben wird. Gibt jede Menge Unterschiede im Anbaue, Fermentierung und insbesondere Arbeitsbedingungen auf den Feldern.. Transparenz empfinde ich hier auch als sehr relevantes Thema!

  2. Gefällt mich sehr! Der Tee sieht wirklich richtig gut aus.

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