Fragen für neuen MCS Blog zum Thema Zwangsbeduftung

Hallo,

dieser Beitrag richtet sich an MCS Kranke.

Ich sammle grad Aussagen von MCS Kranken für einen neuen MCS Blog. Thema ist die alltägliche Zwangsbeduftung durch Parfüm und parfümierte Produkte, beduftete Geschäfte und Klimaanlagen.

Es wäre sehr toll, wenn ihr mir kurz beschreibt:

1. Wie es euch mit der zunehmenden Zwangsbeduftung durch Geschäfte, Banken, Kliniken, Praxen und Supermärkten geht.

2. Durch die Beduftung durch Mitmenschen.

3. Sowie eure Einschätzung über ätherische Öle und Naturkosmetikparfümprodukte.

4. Wie weitreichend eure Einschränkungen im Alltag und mit sozialen Kontakten sind.

5. Wie eure wirtschaftliche Situation dadurch ist.

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Die gesammelten Zitate sollen mir helfen unseren Zustand bekannter zu machen und in Emails, Foren und in Grafiken eingefügt werden. Ich schreibe an einer Art Rundschreiben, auch an verschiedene Medien, und je mehr Leute mitmachen, desto besser.

Leider ist es oft so, dass MCS Kranke eher träge und unwillig sind, sie halten nicht zusammen und mir erscheint es so, dass ihr gar nichts verändern wollt. Für mich ist es lebensnotwendig, dass jeder über MCS Bescheid weiß, dies schafft nämlich eine gute Basis für die Kranken, die eine Leistung oder Änderung einklagen wollen.

Ich hoffe sehr, dass ihr mitmacht, denn ich kann nicht alleine auf uns aufmerksam machen, ich wurde schon gefragt, warum von anderen MCS Kranken nie einer was über MCS erzählt und es wurde schnell so hingedreht, dass ich die einzige mit diesen „fragwürdigen“ und „ausgedachten“ Symptomen bin. Dagegen müssen wir doch was tun können.

Sicher ist Parfüm nicht der einzige Auslöser, aber ein großer und überall anzutreffender noch dazu.

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Eure Zitate werde ich mit Vornamen oder mit einem von euch gewünschten Nickname verwenden, es macht die von euch gesagten Worte persönlicher und hilft anderen zu verstehen.

Den Link zum neuen Blog werde ich bald bekannt geben.

LG
Nidi

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2 Kommentare:

  1. Zitat: „…Leider ist es oft so, dass MCS Kranke eher träge und unwillig sind, sie halten nicht zusammen und mir erscheint es so, dass ihr gar nichts verändern wollt…“

    Ich denke nicht, dass MCS Kranke eher träge und unwillig sind. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man als MCS-Krankersehr niedrige Energielevels hat und man benötigt die wenige Energie dazu, die einfachsten Dinge im Alltag zu bewältigen. Für Viele fehlt letztendlich sogar die Energie notwendige Sozialkontakte zu pflegen, ganz abgesehen davon, irgendwoanders noch produktive Beiträge zu leisten.

    Der Beduftung von Bankräumen, Kaufhäusern und vor allem Arztpraxen begegne ich generell absichtlich mit lautstarker Ablehnung den Geschäftsführern gegenüber. Ich stelle ihnen gelegentlich vor anderen Kunden die Frage, welche Gerüche sie mit der Beduftung übertünchen wollen: den Schimmelbefall in der Klimaanlage, den Mangel an Luftsauerstoff wegen Nichtlüftens um Heizkosten einzusparen etc. Das hat schon öfters zum Umdenken geführt, besonders dann, wenn sich Angestellte des Betreffenden Unternehmens dann meldeten, weil sie am Arbeitsplatz immer öfter Kopfschmerzen verspüren.

    Ich selbst habe bei mir bereits im Kindesalter eine Sensitivität auf Chemikalien festgestellt. Ich konnte meine Lehre als Friseuse nur noch mit letzter Kraft den Abschluss zur Gesellin beenden und konnte meinen erlernten Beruf nie ausüben. Auch alle anderen Versuche berufstätig zu sein scheiterten. Deshalb konnte ich mir nie einen Rentenanspruch erwerben.
    Mein Antrag auf Behindertenrente schlug fehl, weil, wie sich später herausstellte, der betreffende Gutachter sich nicht auf die vorliegenden Befunde, welche meine MCS nachweisen konnte, bezog.
    Da ich durch das Wohnungsamt auch nach mehreren Jahren und Dringlichkeitsstufe 1 keine Wohnung zur Verfügung gestellt bekam, stand Obdachlosigkeit als einzige Alternative an.
    Deswegen musste ich aus Deutschland auswandern und habe ausserhalb Europas eine günstige Wohnung und die notwendige gute Luft gefunden.

    Das ist meiner Meinung nach ein Armutszeugnis an Deutschland, das damals noch das reichste Land in Europa war.

    Der Anfang des ersten deutlichen Ausbruchs meines MCS erlebte ich nach meiner ersten Wurzelfüllung, die fachgerecht gemacht war.
    Den Höhepunkt meiner MCS Erkrankung erlebte ich, als ich mehrere nicht fachgerecht gemachte Wurzelfüllungen erhielt. Die Symptome waren so vielfältig und stark, dass ich vor lauter Leidensdruck daran dachte mir das Leben zu nehmen.
    Ein mutiger Zahnarzt in München hat mich dann auf diese Wurzelfüllungen aufmerksam gemacht und sie wurden inklusive dem umliegendne Kieferknochen entfernt. Danach ging es mit meiner Gesundheit soweit bergauf, dass ich wenigstens meinen Tagesablauf wie Kochen, Einkaufen, Ärztebesuche und gelegentliche Spaziergänge wieder aufnehmen konnte.
    Seit dieser Erfahrung (bei der mir ein Dauerallergen aus dem Körper entfernt wurde,) weiss ich, dass MCS nur durch konsequente Meidung von Chemikalien zu verbessern ist.
    Die erste Vermeidung von Chemikalien ist die der Chemikalien, die dauerhaft in den Körper künstlich eingebracht werden. Diese werden leider oft unterschätzt oder gar nicht beachtet:
    Dazu gehören meiner Erfahrung nach u.A. Implantate jeglicher Art, Impfstoffe, sich nicht auflösende (dauerhafte) Operationsfäden, Zahnstoffülungen, Zahnersatz wie Brücken oder Prothesen, Hormonimplantate zur Verhütung v Schwangerschaft, künstliche Linsen bei Augenoperationen u.v.m. Oft werden diese eingebrachten Chemikalien ohne örtliche Entzündungserscheiungnen „vertragen“, sie lösen aber innerhalb des Immunsystems Störungen aus, die zum Ausbruch oder Verschlimmerung des MCS führen.

    Die zweite Vermeidung von Chemikalien ist, wie schon vielfach erwähnt, die Vermeidung der weiteren Aufnahme der Chemikalien von aussen.
    schlechte Strassenluft, Duftstoffe, Lösemittel in: Farben, Lacken, Druckern, Kopierern, Druckerschwärze, Kunststoffussböden. Parfums, Desinfektionsmittel, Pestizide, künstliche Farb- und Konservierungsstoffe,Schimmelbefallene Wohnungen oder Einrichtungsgegenstände, neue Elektrogeräte die Feuerschutzmittel ausdünsten, komplexe Wohnungsausstattung aus Neuholz/Roholz da das Formaldehyd ausdünsted. Medikamente u.A. auch Antibiotika können zur Verschlechterung von MCS beitragen.

    Meine Bekannte habe ich aufgeklärt, dass Parfum mich krank/kränker macht.
    Die meissten erinnern sich daran und vermeiden Parfum.
    Diejenigen die es vergessen, dürfen nicht in meine Nähe bzw. ich besuche sie nicht mehr.

    Die Teilnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln ist sozusagen immer ein Roulette-Spiel. Wenn ich wichtige Termine habe (Arzt, Ämter, Rechtsanwalt etc), muss ich ein Taxi nehmen, damit bei Termin meine Wahrnehmung und Gedächnis nicht eingetrübt sind.

    Das Leben mit MCS ist alles andere als ein Vergnügen.
    Scheinbare Hilfe findet man oft von Ärzten, die gerne teure und private Behandlungen verschreiben. Das vermeide ich schon seit langem.

    Echte Hilfe findet man nur von solchen Ärtzen, die entweder selber betroffen sind, oder wenigstens ein Familienmitglied haben das auch betroffen ist.

  2. Hallo, ich bin selbst an mcs erkrankt und muss sagen, ich weiß warum sich kaum ein betroffener Mensch äußert. Er kann nicht. Er ist müde und träge und hat keine Konzentration. außerdem haben viele Betroffene Probleme mit Elektrosmog, also ganz dolle mit dem Computer.
    Ich hatte das Glück über das Internet überhaupt zu erfahren worunter ich leide. Bis dahin war ich kurz davor selbst zu glauben das ich einfach ein psychisches Wrack bin.
    Mein großes Glück ist das ich schon seit vielen Jahren Heilpraktiker und Esoteriker aufgesucht habe, die ohne die Erkrankung mcs zu kennen alle in die richtige Richtung behandelt haben.
    Vor 2 Jahren habe ich eine Hausärztin gefunden, die hat auch keine Ahnung, aber immerhin hört sie mir zu und ist bemüht zu helfen. Sie verschreibt mir zB. durchgängig Lympfhdrainagen, einmal wöchentlich und behandelt mich homöopathisch.
    Das und eine Ernährungsumstellung nach der Blutgruppenernährung hat mir so weit geholfen das ich mittlerweile nicht jeden Tag mit Kopfschmerzen aufstehe und mich bereits in den Tag quälen muss.
    Durch die Information das übermäßiges Schwitzen auch ein Symptom der Erkrankung sein kann, bin ich darauf gekommen das ich Duschgel und Haarshampoo grundsätzlich nicht vertrage. Ich benutze nur noch Neutralseife und siehe da…kein rotes Gesicht mehr, keine nass geschwitzten Haare. Da ich schon mein Leben lang übergewichtig bin war das ganz normal. Das Dickerchen hat schöne gesunde rote Backen und schwitzt halt, muss ja auch ne ordentliche Last tragen.
    Seit 1.März habe ich meine Arbeitszeit von 32 auf 20 Stunden gekürzt. so habe ich nun Mittwochs frei und arbeite täglich etwas weniger. Ich erhoffe eine weitere Verbesserung meines Gesundheitszustandes, da ich auf der Arbeit mit vielen Duftstoffen konfrontiert bin.
    Klar wird mir Geld fehlen, aber Gesundheit ist unbezahlbar und ich habe auch hier das Glück das ich soweit abgesichert bin das ich es mir leisten kann auf die 12 Stunden zu verzichten.
    Ich hoffe sehr das auch nach so langer Zeit mein Beitrag gehör findet. Liebe Grüße Beate

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