Pizza – mit Mozzarella, mit Salami oder vegan

Esst ihr auch so gerne Pizza wie ich? Dann zeige ich euch jetzt ein paar Varianten von mir. Bei mir kommen nicht die typisch deutschen Dinge aufs Blech, kein Gouda oder Edamer und schon gar kein Riesenpack billig Kochschinken oder gar Cervelatwurst. Pizza soll etwas schönes, etwas besonderes sein, oder etwa nicht?

Es ist manchmal schon eine Pizza Margherita, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lässt, Tomate, Mozzarella und entweder Basilikum oder Oregano. Das sind die beiden typischen Pizzakräuter, ich verwende entweder oder und nicht gemischt. Ich bin generell ein Fan von wenigen, aber guten Zutaten.

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Wer Pizza liebt, der stellt sich seinen Teig selber her und kauft besser keinen fertigen aus der Kühltheke oder einen zum Anrühren. Schneller geht´s mit einem Fertigen nicht, nur schlechter.

Die optimale Menge Teig für ein großes Backblech ergibt sich bei mir aus 400 g Mehl, weil ich einen nicht so extra dünnen Boden mag und mein Blech riesig ist, schließlich habe ich einen mindestens 20 Jahre alten Herd :D. Ich verwende Mehl Type 550, angeblich soll es im original Italienischen Type 00 sein und für Deutschland Type 405, aber im Bioladen ist 550er Standard.

Pizzateig:
350-400 g Mehl
6-10 g Frischhefe
8-10 g Meersalz
180-220 g Wasser
wer mag kann noch etwas Olivenöl zugeben

Es empfiehlt sich einen Vorteig zu machen, füllt das warme Wasser in die Knetschüssel, gebt die Hefe und etwa 50 g der Mehlmenge dazu. Kurz verrühren und etwa 30 Minuten stehen lassen.

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Jetzt kommt das Salz dazu und stellt die Küchenmaschine mit Knethaken an und fügt Portionsweise das Mehl hinzu. Last den Teig gute 10 Minuten kneten. Ein gut ausgewrungenes Küchentuch über die Schüssel legen, so dass es in der Schüssel, auf dem Teig hängt, so trocknet er während der Zeit des Gehens nicht aus.

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Gehen lasse ich den Teig eigentlich immer so, wie ich Zeit habe, heute mache ich grad Pizza und mein Teig ruht heute etwa 2 Stunden. Wenn man gar keine Zeit hat, dann kann man den Teig sofort nach dem Verkneten ausrollen und aufs Backblech legen. Ein feuchtes Tuch locker auflegen und in den auf 50 °C warmen Ofen stellen. Jetzt kann er so lange dort aufgehen, wie man für das Schneiden und Zubereiten der Auflage benötigt. Diese Variante habe ich mir letzte Woche ausgedacht und gleich probiert, klappt bestens. Man kann auch den runden Teigling in der Knetschüssel zugedeckt im warmen Ofen gehen lassen, dann braucht er etwa 30 Minuten. Ich habe Pizzateig auch schon, je nach Temperatur und Jahreszeit, auf oder neben der Heizung, auf der sonnigen Fensterbank oder in der Küche gehen lassen. Man bekommt irgendwann ein Gefühl dafür.

Gehzeit also 20 Minuten bis 6 Stunden, sehr Variabel nach Hefemenge und zur Verfügung stehender Zeit. Wenn ein Teig viel Zeit hat, wird er würziger.

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Pizza mit demeter Salami
Hier habe ich eine sehr besondere Pizza gebacken, mit eingelegten Sardinen und einer original italienischen Salami aus dem Piemont, von der Metzgerei Dreymann belegt. Klingt abenteuerlich, ist aber wahnsinnig lecker. Wir hatten richtig Lust auf Käse und so habe ich geriebenen und frisch zerpflückten Mozzarella genommen. Salami hauchdünn geschnitten und nur kurz mitgebacken. Nach dem Backen habe ich noch ein paar Scheiben raufgelegt.

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Backzeit und Temperatur
In der Zeit, wo man jetzt die Pizza ausrollt und belegt, kann der Ofen aufgeheizt werden. Um einen schönen Boden zu bekommen, empfiehlt sich ein Pizzastein, den habe ich aber nicht, also kommt meine Pizza auf ein Backblech und in den 250 °C heißen Ofen. Früher habe ich bei niedrigerer Zeit gebacken, aber wenn die Pizza nur wenig belegt ist, also nur etwas Tomatensauce und Mozzarella, vielleicht hauchdünne italienische Salami und Zwiebeln, dann sind 250 °C optimal.

Da die Belagmenge, dicke des Teiges und der Ofen bei jedem anders ist, würde ich keine Zeitangabe festsetzen, der Käse sollte zerlaufen und gerade eben braun geworden sein, so mag ich es. Das ist in etwa nach 16-30 Minuten soweit.

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Wer auf super dick belegte Pizza steht, mit viel rohem Gemüse, Thunfisch, Käse oder Salami, der kann seine Pizza bei 180 °C für 30 bis 40 Minuten backen. Bei dieser Art, wohl eher deutsche Pizza, eignet es sich besser den Käse oben drauf zu streuen. Bei den italienischen Varianten gehört der Käse direkt auf die Tomatensauce.

Die richtige Sauce
Eine Tomatensauce kann man sehr schnell aus passierten, oder gehackten Dosentomaten herstellen. Mit getrocknetem Oregano, oder gehacktem frischen, Salz und Knoblauch zum Beispiel.

Käse
Mozzarella ist mein liebster Käse auf Pizza, denn alles andere wäre irgendwie keine Pizza, sondern deutsches belegtes Brot. Wenn man wie ich auch mal was neues ausprobieren will, dann kann man den Vegi Belle von Tofu Nagel zerkrümeln und eine Pizza Mozzarella-Tofu backen.

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Auf dieser Pizza sind Tomaten, Mozzarella und fein gekrümelter Kräutertofu, der eher eine Art Schafskäseersatz ist. Ich habe ihn auch auf meiner veganen Pizza.

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Es ist eine echt ausgefallene Mischung, Mozarella und Tofu zusammen mit feinen Schalotten, frischem Oregano und frischen Tomaten, aber diese Pizza war ausgezeichnet.

Der Vegi Belle von Tofu Nagel eignet sich in allen Sorten für eine vegane Käsealternative, man kann ihn wie Schafskäse einsetzen. Entweder gewürfelt oder zerbröselt wie auf diesem Bild.

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Vegane Pizza
Neulich habe ich meine erste vegane Pizza gebacken, eine ganz schnelle Pizza, ich hatte nämlich Hunger und nichts anderes im Haus. Pizza backen kann man immer 😀

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Für die vegane Pizza habe ich:
150 g Mehl
ein Hauch Trockenhefe
Salz
80 ml heißes Wasser
– verknetet und ausgerollt, mit einer Lage Backpapier bedeckt, im Backofen bei 50 °C gehen lassen.

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In der Zeit des Ruhens habe ich den Belag vorbereitet:
Kräuter Barbecue Tofu von Nagel, in Würfel geschnitten
eine Schalotte in dünnen Scheiben geschnitten
1 reife Tomate halbiert und in Scheiben geschnitten
1 frische Knoblauchzehe in Scheiben geschnitten

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-und eine schnelle Tomatensauce aus:
Tomatenmark
etwas Wasser
Salz
Olivenöl
-angerührt

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Den Pizzaboden dünn mit der Tomatensauce bestreichen und den geschnittenen Knoblauch darauf verteilen. Ich empfehle euch wann immer ihr die Möglichkeit habt, frischen Knoblauch zu verwenden. Mit frischem Knoblauch meine ich den in der noch feuchten, häufig violetten Schale und dem grünen Stengel.

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Zupft ein paar Oregano Blätter ab und verteilt sie auf der Pizza. Jetzt die Tomaten- und Zwiebelscheiben und zuletzt streut ihr die Tofukäsewürfel auf die Pizza. Jetzt kommt das hübsche Ding in den Ofen und backt bei 250 °C Ober-/Unterhitze ca 12 Minuten.

Sieht sie nicht wunderbar aus? Ich finde gut, dass vegane Pizza auch so super aussehen und schmecken kann.

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Also ich liebe Pizza!

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Ein Kommentar:

  1. Also die Pizza sieht sehr sehr gut aus.

    Ich mache meine leider immer mit diesen fertigen Pizza-Kits, der Einfachheit halber. Die schmeckt zwar nicht schlecht, aber vom typischen Pizza-Geschmack fehlt jede Spur, besonders der Teig ist seltsam.

    Vielleicht versuche ich die Tage mal dein Rezept nachzukochen, die Bilder machen mir jedenfalls echt Hunger 🙂

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