Beitrag von mir bei Alnatura Facebook

Ich bin unendlich enttäuscht, dass ich Alnatura mein Vertrauen geschenkt habe. Ich weiß, dass da ein Unterschied zu Demeter ist, aber mir war nicht bewusst, dass sie einiges genau so machen wie die Bio-sachen vom Discounter erzeugt werden.

Alnatura hat zu dem Film eine Stellungnahme veröffentlicht:

Zur ARD-Reportage vom 3. September 2012 „Wie billig kann Bio sein“

In einer ARD-Reportage unter dem Titel „Wie billig kann Bio sein“ wurde über Schweine- und Hühnerhaltung sowie den Import von Bio-Frühkartoffeln berichtet. Der Film zeigt, dass eine gesellschaftliche Debatte zur Wertschätzung von Lebensmitteln dringend erforderlich ist.

Gleich am Anfang des Berichtes sind erschreckende Bilder eines Schweinebetriebes zu sehen. Der zuständige Öko-Verband wird sich ein Bild vor Ort machen. Wenn die gezeigten Bilder die tatsächlichen Verhältnisse auf dem Betrieb wiedergeben, hat dieser in den Reihen des ökologischen Landbaus nichts zu suchen. Der Verband wird in diesem Fall entsprechende Maßnahmen einleiten.

Alnatura Bio-Fleisch
Alnatura bezieht kein Fleisch von dem im Filmbeitrag gezeigten Betrieb. Das in den Alnatura Super Natur Märkten angebotene Fleisch stammt von der Bioland-Metzgerei Packlhof südlich von München. Alnatura arbeitet bereits seit 20 Jahren mit der Familienmetzgerei zusammen. Die Packlhof Fleisch- und Wurstprodukte stammen vom eigenen Hof und zusätzlich von weiteren Höfen aus der Region, die nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet werden. Das bedeutet: artgerechte Haltung und Fütterung der Tiere mit 100 Prozent Bio-Futter, überwiegend aus dem eigenen Betrieb. Auslauf, Bewegungsfreiheit und Stallkomfort haben für die Bioland-Bauern Vorrang vor Mengenleistungen.

Alnatura Früh-Kartoffeln
Alnatura bezieht vor Beginn der heimischen Saison für einige Wochen Bio-Frühkartoffeln von der biologisch-dynamisch wirtschaftenden Sekem-Farm in Ägypten, die 1977 von Ibrahim Abouleish gegründet wurde. Nahe Kairo wachsen heute auf rund 3 000 Hektar Fläche Kartoffeln, Baumwolle, Datteln und vieles mehr nach den strengen Richtlinien des Demeter-Verbandes. 2003 wurde Abouleish für seine vor allem auch in sozialer Hinsicht bedeutsame Initiative mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt. Die Sekem-Farm nutzt auf seinen Kartoffel-Anbauflächen eine sogenannte „Tröpfchen-Bewässerung“, eine sehr nachhaltige Form der Feldbewirtschaftung.

Alnatura Bio-Eier
Eier der Erzeugergemeinschaft Fürstenhof führen wir in den norddeutschen Alnatura Filialen. In allen unseren Märkten gibt es zusätzlich Eier von Bioland- und Naturland-Höfen aus der jeweiligen Region. Wir nehmen die in dem Filmbeitrag erhobenen Vorwürfe sehr ernst und sind mit der Erzeugergemeinschaft Fürstenhof im Gespräch. Darüber hinaus haben wir einen unabhängigen Sachverständigen beauftragt, um die Haltungsbedingungen der Hühner direkt vor Ort zu kontrollieren. Die Ergebnisse werden wir umgehend und gründlich prüfen und entsprechende Maßnahmen veranlassen.

„Warum geht Alnatura nicht laufend in Betriebe, auch bevor die für euch produzieren? Wie kann das angehen, dass jetzt Gespräche stattfinden sollen? Endloses Gerede ohne Ergebnisse, Sesselfurzer die am sülzen sind, statt tatsächlich was zu tun.

Ein weiteres Thema ist für mich der Packlhof. Woher sollen wir wissen, dass der Packlhof wirklich so gut ist, wie im Alnatura Video? Wieso wird Fleisch durch ganz Deutschland gekarrt um als verpackte Ware im Laden zu liegen, Fleisch unter Schutzathmosphäre, wer will das in Bio?
Ich finde es überhaupt nicht gut, was hier abläuft. Durch Konzerne wie Alnatura vergessen sogar Verbandbauer ihre eigenen Richtlinien, um sich dem Preisdruck hinzugeben.
Angekündigte Kontrollen sind total sinnfrei. Schön aufräumen, schnell die Tiere rausstellen/schicken, eventuell sogar gesunde Tiere nachkaufen, damit es schön aussieht und man den Vertrag nicht verliert.

Das mit den Eiern hätte auf keinen Fall passieren dürfen.

Ich möchte auch mal anmerken, dass ich mich genauer mit dem Ei-Care Projekt auseinander gesetzt habe und es ist wirklich ebenfalls enttäuschend. Viel Gerede und keine plausiblen Taten. Nichts dahinter, aber die Kunden dazu bewegen wollen, alles zu glauben. Keine Hühnerrasse wird erforscht und kein ausgereiftes Projekt erstellt.

Was jetzt grad passiert, habe ich mir die ganze Zeit gedacht und trotzdem bin ich total enttäuscht. Alnatura hätte das nicht nötig gehabt. Ihr könntet wirkliches Bio verkaufen und nicht nur am Rande ein paar Demeter Eier, die ich in meiner Filiale in Hamburg noch nie gesehen habe. 6 Bio Einer für 1,99 kann nicht funktionieren und scheinbar habe ich recht gehabt. Ekelhafte Tierquälerei, bei euch…unmöglich.“

Falls jemand was beitragen möchte, hier findet ihr das hier http://www.facebook.com/Alnatura

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

6 Kommentare:

  1. Hallo, durch den aktuellen Fipronil Eier Skandal, bin ich auf diese Seite gestoßen.
    Einerseits finde ich erschreckend wohin sich die Landwirtschaft entwickelt, andererseits ist das die logische Schlußfolgerung aus dem Durschnitts-Verbraucherverhalten. Wer schaut den heute zu tage noch (dauerhaft)über seinen Tellerand hinaus ? Das sind doch Minderheiten wie z.B.: Veganer oder Flüchtlingshelfer.
    Der Rest schwimmt in der Gesellschafts-Masse mit und wird von den Bossen gelenkt.

    Alnatura möchte ich aber an dieser Stelle hervorheben, denn das Unternehmen schafft die Lücke immer wieder zwischen Ökologie und Ökonomie zuschließen. Und dabei steht immer die Ökologie im Vordergrund – Getreu dem Motto „Sinnvoll für Mensch und Erde.“
    Konkret:
    Man kann den Eier Erzeuger Fürstenhof nicht mehr unter den Alnatura Eier Höfen finden.
    https://www.alnatura.de/de-de/alnatura-produkte/alnatura-produktwelten/alnatura-eier/eier-%C3%BCbersicht

    Außerdem hat Alnatura die Bruder Küken Initiative ins Leben gerufen, was wahrleich ein Mamut Projekt ist!
    https://www.alnatura.de/de-de/alnatura-produkte/alnatura-produktwelten/alnatura-eier/bruderkueken-initiative

    Nun muss nur noch der Verbraucher lesen können und auf sein Gewissen hören.

  2. Hallo,

    ich bin auch weiterhin Kunde bei Alnatura und vertraue darauf, dass sie ihr bestes geben und einiges bewegen wollen. Alnatura versucht die Menschen, die nicht viel Geld ausgeben wollen oder können, den Bioeinkauf zu ermöglichen und das ist eine schwierige Aufgabe.

    Ich kaufe viele demeter Produkte dort, aber auch die Eigenmarken, ich hoffe ich kann so etwas dazu beitragen, dass Bio größer wird und dass vor allem die Tierschutzbedingungen erfüllt und ausgebaut werden.

    Wann immer ich ein Anliegen habe, kann ich mich darauf verlassen, dass jemand bei Alnatura sich um Klärung kümmert. Das ist mehr, als ein konventioneller Supermarkt tun würde.

    Liebe Grüße
    Nidi

  3. Hallo liebe Mitmenschen, 01.06.2013

    in der Juniausgabe vom Alnatura Magazin schreibt Herr
    Götz E.Rehn eindringlich, wie wichtig es für Mensch und Erde ist, schonend mit der Erde umzugehen: dazu gehört auch, Bio-Lebensmittel zu kaufen. Ich selber kaufe dort ein-zwei mal die Woche ein. Natürlich ist das Thema noch viel weitläufiger! Atomkraft…und die rechte Überzeugung und die geistige Einstellung.

    Guido Kurzenberger, Musiker

  4. Ich habe übrigens meinen Blogbeitrag bearbeitet und meine wütenden Worte raus genommen. Auch Alnatura soll die Chance haben, eine angemessene Kritik zu erhalten.

  5. Was ich geschrieben habe ist nicht grad Ideal, aber ich war nur so sauer..der Ton ist Grütze, aber sie antworten darauf auch. Es ist nicht nur dieser Film, ich bin da schon länger dran und es kommt immer mehr raus, dass einige Biolandbetriebe und Alnatura zusammen immer mehr Mist bauen. Ich bin so enttäuscht, dass die Biosupermärkte dem Image von den eigentlichen Biowerten so viel schaden zufügen. Sei es nun Milch, Eier, oder Fleisch von einem Fakehof. Ich war ja grad auf der Biomesse und konnte mich mit einigen Landwirten darüber unterhalten und es ist einfach so eine riesen Sauerei, wenn Alnatura doch nicht besser ist, als ein normaler Supermarkt. Ich war da zu blauäugig und einfach nur enttäuscht darüber. Versteht ihr das? Ich lerne noch jeden Tag dazu und es spaltet sich immer mehr zu einem 2 Klassen Bio, leider sind in den Medien immer die schlechten, die die guten mit runter ziehen. Es gibt so viele gute Biobetriebe von Demeter, aber von den anderen springen einige immer mehr ab in den Massenkonsum, wo Tiere ganz mies gehalten werden. Ich war wohl doch zu blöd und habe zu viel Vertrauen zu Bio gehabt.

  6. Du nimmst mir hier grade sämtliche „Illusionen“… 🙁
    Werde die Reportage baldmöglichst anschauen!
    P.S. Und Deine Wut kann ich gut verstehen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.