Biohuhn vs. Tiefkühlhuhn

Diesen Knaller kann ich euch nicht vorenthalten.

Große Lebensmittel Irrtümer 🙂 & ich
von M*** @ 2012-07-10 – 08:14:16

Es gibt Dinge die man erst versteht, wenn man hinter die Kulissen schauen darf. Ich kann sagen das es eine ganze Menge ist.
z.B. 1. Sind normale Hühnchen aus dem Froster ökologischer wie ein BIO Hähnchen.

Ich dachte, ich seh nicht richtig und schrieb:

Also ein konventionelles Hühnchen als ökologischer anzusehen, als ein Bio Hühnchen ist schon etwas einseitig gedacht.

Zuerst sollte das Wort „ökologisch“ verstanden werden.

Dann sollte man wissen, welche Art von Futter die billigen Hühner bekommen, nämlich billigstes Sojagetreide von Monsanto genverändert und unter mörderischen Bedingungen für die Umwelt angebaut. Die Bauern werden verklagt, wenn Saat vom Nachbarfeld rüber weht, es heißt dann, man hätte Saatgut unterschlagen.

Das Sojagetreide wird in Gegenden angebaut, wo eigentlich Urwälder stehen, die werden abgeholzt, gerodet und dadurch wird die Luft schlechter.

Spritzmittel vergiften das dortige Grundwasser, Flüsse und Seen. Firmen wie Bayer und Monsanto besprühen die dortigen Menschen vorsätzlich mit Pestiziden voll, damit sie ihre Macht demonstrieren können und die Menschen dazu bewegen können, ihr kostbares Land an riesen Konzerne zu verkaufen.

Die einheimischen Bauern und Menschen haben selber keine Fläche mehr, wo sie für sich Lebensmittel anbauen können. Sie bekommen erst die ausgelutschten verseuchten Böden zurück, wenn dort für die Industrie nichts mehr wächst.

Das Getreide für die Hühnerzucht muss dann per Schiff, mit Schweröl gefahren, nach Deutschland transportiert werden. Der CO2 Ausstoß ist enorm. Die Schiffe könnten mit umweltfreundlicherem Diesel fahren, das wollen die Betreiber aber nicht.

Die Hühnerhaltung für die billigen gefrorenen Hühner ist mit Biohaltung nicht zu vergleichen, denn die Tiere werden mit Antibiotika und anderen Medikamenten vorsorglich behandelt. Die müssen auch erstmal in armen Ländern, wie zum Beispiel Indien, hergestellt und wieder her transportiert werden. Das Grundwasser wird belastet und der Kot der Tiere muss kostenintensiv und Umwelt belastend entsorgt werden.

Eine große Anzahl an Tieren verreckt jämmerlich, ist den Betreibern aber egal, denn der Preis pro Huhn ist so gering, dass ein Tier nicht auffällt. Die Toten und giftigen Kadaver müssen entsorgt werden.

Dann werden sie zu Hauf getötet, unter unwürdigen Bedingungen.

Tiefgeroren müssen sie auch noch werden und dann in dem Zustand transportiert werden, dabei müssen die LKW mehr Diesel verbrauchen, als mit Kühlware.

Im Supermarkt liegen sie dann weiterhin tiefgekühlt rum, was wieder eine Menge Strom verbraucht.

Wenn konventionelle Hühner, zu der für den Handel einzig wertvollen Hühnerbrust verarbeitet werden sollen, dann werden die „Abfallprodukte“ ebenfalls tiefgegroren und nach Afrika verschifft. Die dortigen Hühnerbauern gehen Pleite, können mit den Preisen für Hühnerschenkel, Mägen, Herzen, Hälsen und Flügeln nicht konkurieren. Wir schaden also unserer Umwelt, vergiften fremde Kontinente und vergiften die Menschen in Afrika, die die mit Salmonellen verseuchten Hühnerteile kaufen und essen müssen.

Inwiefern das ökologisch sein soll, dass erklär mir mal bitte.

Bioland- und Demeteranbau und Hühnerhaltung sieht folgendermaßen aus.

Das Getreide wird selber angebaut, oder auch im selben Ort beim Biolandwirt dazugekauft. Pestizide sowie Gen veränderte Saaten sind verboten. Transportbelatungen für Umwelt entstehen nicht.
Die Hühner haben Auslauf, Mobilställe die häufig umgestellt werden, somit ist der Auftritt von Krankheiten geringer. Medikamente gibt es nur bei Befall und dann dürfen die Hühner nicht mehr als Biogeflügel verkauft werden. Zwischen den Hennen gibt es Hähne, die für eine angenehme Strukturierung des Tages- und der Nachtzeiten sorgen, ebenso wie für eine gute Herdenstimmung.

Da der Kot nicht vergiftet ist, kann man den Mist auf den Feldern ausbringen und somit die kommende Ernte sichern.

Die Hühner werden an regionale Schlachtereien und Biosupermärkte verkauft. Der Transport geht selten quer durchs Land. Auch bei Anbietern von Gemüseabos kann man die Hühner kaufen, die sind dann tatsächlich auch gefroren.

Insgesamt ist deine Aussage so ziemlich das dümmste, was ich in der letzten Zeit gelesen haben. So eine geringe Bildung entsetzt mich. Das „als“ und „wie“ nicht richtig verwendet und dann so einen Schwachsinn von sich geben. Unglaubliches Klatschzeitungsniveau. Anscheinend auch zuviel Privatfernsehen geguckt.

http://www.animalprotection.de/nutztiere1.gefluegel.htm

Wie kommt man auf so einen Gedanken, dass ein Tiefkühlhähnchen in irgendeiner Art ökologischer sein könnte, als ein Biohuhn???
Ehrlich, ich bin so entsetzt, ich hoffe, die meinte das nicht ernst.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.