Fladenbrot – softe Pide wie in Istanbul mit Feta-Creme

Fladenbrot – softe Pide wie in Istanbul mit Feta-Creme

Liebt ihr auch so sehr ein weiches und fluffiges Fladenbrot? Ich habe bei Chefkoch ein wunderbares Rezept für traditionelle türkische Pide gefunden. Mit dem Zusatz „schmeckt wie in Istanbul“, das muss doch ausprobiert werden.

Zutaten

500 g Weizenmehl Type 550
75 ml Milch
225 ml Wasser (je nach Mehlbeschaffenheit ein bisschen weniger
1/2 Würfe Hefe, frische
1 TL Zucker
8 g Salz

Zum Bestreichen:
1 EL Öl
1 EL Butter, geschmolzen

Bestreuen:
Sesam und Schwarzkümmel

Schwarzkümmel gibt den urtypischen Fladenbrotgeschmack.

Teig ansetzen

Das Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken, die zerbröselte Hefe mit dem Zucker und etwas lauwarmer Milch hinein geben und mit einem Teil des Mehls zu einem Vorteig verrühren. Ein wenig Mehl vom Rand darüber stäuben. 30 min. ruhen lassen, wenn sich auf der Oberfläche Risse zeigen, kann der Teig weiterverarbeitet werden.

Rest der Milch, Salz und Wasser zum Vorteig in die Schüssel geben. Nicht jeder Teig ist gleich und so kann es sein, dass ihr mit weniger Wasser einen geschmeidigen Teig bekommt, versucht es erstmal mit 200 ml. Falls nötig, schluckweise nachgeben und gut verkneten.

Ein guter Tipp ist, einen Brotteig nicht auf höchster Stufe zu kneten, damit er nicht zu zäh wird. Mir ist es auch noch neu, aber man kann einen Teig überkneten.

Nun die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und den Teig 30 – 45 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen deutlich vergrößert hat. Wenn es sehr kalt in der Wohnung ist, kann es auch mal länger dauern. Perfekte Temperatur ist 26 bis 30 ºC

Mit Backpapier belegtes Backblech, Schwarzkümmel und Sesam bereit stellen und das Öl mit der Butter erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist.

Die Brote formen

Die Hände mehlen und den Teig aus der Schüssel nehmen. Er wird vielleicht etwas klebrig sein, also solange die Arbeitsfläche und die Hände weiter mit Mehl bestäuben, bis ihr während des Teig walkens keine klebrigen Hände mehr bekommt.

Mit walken meine ich folgenden Arbeitsschritt: Teig in die Hände nehmen und die Ränder von außen nach unten stülpen, so dass in der Mitte unten eine Kuhle entsteht. Den Vorgang ein paar mal wiederholen und den Teig dann auf das Backblech legen. Mit den Händen auseinander drücken und platt machen, er sollte etwa 1-2 cm hoch sein. Ihr könnt auch ein Nudelholz nehmen, aber es ist ja nicht viel Arbeit.

Die Oberfläche nun rautenförmig einritzen und mit dem Fingerknöchel kleine Dellen in die einzelnen Rauten drücken.

Jetzt die Butter-Ölmischung mit den Händen auf dem Teig verteilen, sanft massieren, auch in die Schnittkanten und ganz unter den Rand.

Sesam und Schwarzkümmel drüber streuen.

Die Teigfladen mit dem Butter-Öl-Gemisch bestreichen und mit Schwarzkümmel und Sesam bestreuen.

Backen

Nochmal ca. 10 Minuten gehen lassen und inzwischen den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann kommt das Brot in den Backofen und wird in 10 – 15 Minuten goldbraun gebacken.

Was passt zum Fladenbrot?

Zu diesem Brot passen Dips aus gemischten Milchprodukten wie Schafskäse mit Joghurt, Frischkäse oder Quark, mit gegrilltem Gemüse wie Auberginen und Paprika. Ich habe z. B. eine Aubergine, 2 rote Peperoni und eine große rote Paprika im Ofen bei 250 °C angeröstet und die Haut schwarz werden lassen.

Nach dem Rösten mit Frischhaltefolie oder einem Teller abgedeckt, lässt sich die Haut noch leichter abziehen.

Jeweils einen Grunddip aus Schafskäse mit Frischkäse, Quark oder Joghurt herstellen, mit zerdrücktem frischen Knoblauch, Olivenöl und dem Gemüse fein pürieren. Mit Salz und Zitronensaft würzen.

Die Dips lassen sich ganz fix mit dem Zauberstab von Unold herzaubern, ich bin ein echter Fan geworden, es ist schon einige Monate her, dass ich ihn von Unold geschenkt bekommen habe und er ist bei mir mehrfach in der Woche im Einsatz.

Praktisch ist der dazugehörige Mixbecher, der hat die optimale Größe zum Mixen eines solchen Dips.

Oberes Bild: Pürierte Aubergine, ein wenig Knoblauch, Thymian, Joghurt und etwas Feta.

Unteres Bild: Gegrillte Paprika und Peperoni, Feta, Frischkäse, Joghurt, Oregano, ein wenig Knoblauch. Dazu passt etwas geräucherte Paprika, nur eine Prise.

Nützliche Tipps:

Knoblauch und Chilli schön fein hacken!

Übrigens braucht man nur sehr wenig Knoblauch für diese Feta-Cremes, etwa 1/8 bis 1/4 Zehe, denn in Milchprodukten verstärkt sich das Aroma immens. Wenn die Cremes am nächsten Tag zu doll geworden sind, kann leicht noch 100 g Frischkäse untergerührt werden.

Dip Variationen

Diese Dips kann man mit gegrillten Zucchini, oder auch aus frischen klein geschnittenen/zerhäckselten Gemüsen herstellen. Mit etwas Knoblauch und allerhand Kräutern, mit Zitronensaft oder mit Limette. Auch mit Ziegenfrischkäse als Basis schmeckt es wunderbar.

Keinen Hirtenkäse nehmen

Was ich auf keinen Fall empfehle, ist diese deutsche Abart eines Fetas, der aus Kuhmilch gemacht ist. Leider schmeckt er nur grausam, ist gummiartig und ist nicht mal so gesund, wie sein originaler Kollege. Vielleicht wird es mal guten Hirtenkäse geben, aber mir graut es davor.

Übrigens: Je weicher und cremiger ein Feta ist, je weniger bröselig, desto feiner wird die Creme.

Leckere Auberginencreme

Jetzt noch frische Gurken, Tomaten und andere Gemüse aufschneiden, ein paar (ungefärbte) Oliven dazu und schon habt ihr ein tolles und gesundes Essen. So lecker kann vegetarisch sein.

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4 Kommentare:

  1. Das Fladenbrot sieht wirklich lecker aus. Ich werde das Rezept am Wochenende gleich mal mit meiner Frau ausprobieren. Hoffentlich schmeckt es so gut wie es aussieht.

  2. Ein Traum :yes:

    Wir essen sehr oft Pide (bin mit einem Türken verheiratet) und ich kann bestätigen: Deine Pide ist grandios! Da ist wenigstens was dran. Ich sollte das Rezept mal unserem Pidebäcker geben.

    Was wir immer als Dip dazu essen ist Cacık. Sahnejoghurt, geraspelte Gurke, Olivenöl, Dill, Salz, Pfeffer mischen, fertig!!! Das könnte ich nahezu jeden Tag essen *jamjam*

    Ganz LG
    Mara

    • Hihi, danke dir.

      An diesem Brot stimmt wirklich alles und geht trotz kurzer Gehzeiten, im Ofen schon auf.

      Ich glaube das Geheimnis des wunderbaren Geschmacks, ist die Milch und die Butter. Ohne das schmeckt es auch, aber mit schmeckt es fabelhaft 😀

      LG
      Nidi

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